Beratung macht Schule
Landesmodellprojekt

Projektzeitraum: 01.11.2008 - 31.10.2011

Ziel des Modellprojektes „Beratung macht Schule“ ist es, die Niedrigschwelligkeit für Lehrer, Eltern und Schüler frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen noch weiter auszubauen.
Im Folgenden sollen die Elemente beschrieben werden, mit denen das Modellprojekt: „Beratung macht Schule“ eine Zielerreichung herbeiführen möchte. Im Wesentlichen beruht das Modellprojekt auf drei Säulen:

1. Erziehungs- und Familienberatung im Internet

(bke - Bundeskonferenz fĂĽr Erziehungsberatung)

Die virtuelle Beratungsstelle der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung existiert seit 2003 und hat sich sehr gut etabliert. Das Land Mecklenburg – Vorpommern war bislang als einziges Bundesland nicht vertreten.
Nach Rücksprache mit der zuständigen Fachkraft für Online – Beratung der bke ist ein Beratungsbedarf in MV gegeben und wird durch die Beratungsstellen anderer Bundesländer übernommen. Allerdings kann der Beratungsbedarf nicht mehr abgedeckt werden.
Das interdisziplinäre Beratungszentrum des JAM e.V. in Ribnitz soll daher mit Unterstützung der bke ein solches Online – Beratungsangebot vorhalten, um der Nachfrage in MV gerecht zu werden.
Dabei orientiert sich die Angebotsstruktur der Online – Beratung an der virtuellen Beratungsstelle der bke  und ist ebenda einzusehen.
Als besonders vorteilhaft hat sich die Anonymität und Niedrigschwelligkeit eines solchen Angebotes herausgestellt. Weiterhin ist ein hoher präventiver Beratungseffekt zu erwarten.
Im Rahmen des vorliegenden Modellprojektes soll eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit für die Onlineberatung sowohl für Eltern als auch für Schüler/innen betrieben werden und darüber hinaus gemeinsam mit der Schule dafür gesorgt werden, dass insbesondere Schüler/innen, die über keinen PC mit Internetzugang verfügen die technischen Voraussetzungen der Schule nutzen können.

2. Schulportal und Lehrercoaching
Das Schulportal wird erweiternd die Online – Beratung als ein gezieltes Angebot für die regional anliegenden Schulen vorhalten.
Dabei sollen nicht nur Schüler sondern insbesondere auch Lehrer erreicht werden. Im Ergebnis des vorangegangenen Modellprojektes haben wir festgestellt, dass die Berufsgruppe der Lehrer an den regional ansässigen Schulen das Angebot einer direkten personalen Beratung im Sinne von Supervision nur selten wahrgenommen haben. Die Möglichkeit einer Online – Beratung soll die Schwellenangst einer Beratung herabsetzen und Möglichkeiten weiterer Beratungsangebote wie Supervision oder Coaching für Lehrer öffnen. Eine Vermittlung in eine Direktberatung ist angestrebt. Weiterhin wird mit einem solchen Portal der regionale Bezug erhalten, welcher sich neben dem Schulalltag auch auf die Bereiche Freizeit und Beruf ausdehnen kann.
Das Lehrer – Coaching insgesamt ist ein gezieltes Angebot für Lehrer, um ihre Wahrnehmungsfähigkeiten während des komplexen Schulbetriebes zu erweitern, schwierige Klassensituation zu lösen, höhere Lernmotivationen bei den Schülern zu erzielen und eine allgemein bessere Arbeitszufriedenheit zu erreichen. Das Beratungsangebot für Schulen wird sich hauptsächlich auf das berufliche Handeln der Lehrer beziehen.

3. Sicherung der Nachhaltigkeit des Vorgängermodellprojektes
Neben der allgemeinen Absicherung der Ergebnisse des vorangegangenen Landesmodellprojektes sind soll in diesem Bereich auf zwei Schwerpunkte besonderer Wert gelegt werden, nämlich die gezielte Qualifizierung von Lehrer/innen sowie ein erneuter Prozessbeginn zum Thema Schulmediation der angeregt und begleitet werden soll. Damit wird das Ziel verfolgt, nicht nur Schüler zu mediatorischen Berater/innen zu befähigen, sondern auch eine umfassend verbesserte Kommunikationskultur an der Schule zu installieren. Dies war bereits ein Vorhaben im Rahmen des Vorgängermodellprojektes, welches jedoch aus verschiedenen Gründen nicht gelungen ist.